Gefahren · 2026

Ostsee, Sand und lange Abende.

Zwanzig Tage einmal an der Ostsee entlang bis Tallinn — und zurück über Schweden. Die Reise, auf der wenig passiert und viel bleibt: Kiefernwald, Wanderdüne, flaches Wasser, an sieben von zehn Stationen klarer Himmel.

5.319 km20 Tage10 Stationen
Baltikum 20265.319 km · 10 Stationen · August 2026Polen, Litauen, Lettland, Estland, Schweden.Mercator-Projektion; der Maßstabsbalken gilt bei 55,1° N. Gestrichelt: Abschnitte über Wasser — Fährüberfahrten, gegen die Landmaske geprüft.

Die Vermessung

Zeitraum
07. Aug. 2026 – 26. Aug. 2026 · 20 Tage
Strecke
5.319 km · Ø 266 km am Tag
Stationen
10 · längster Halt: Tallinn, 3 Tage
Route
Polen → Litauen → Lettland → Estland → Schweden → Deutschland
Temperatur
17–25 °C · im Mittel 21 °C
Wetter
klarer Himmel an 7 von 10
Tageslicht
14,3 h – 15,5 h

Alle Zahlen stammen aus der GPS-Aufzeichnung der Reise — Strecke, Stationen, Zeiten und das an den Stationen protokollierte Wetter. Nichts geschätzt, nichts gerundet außer der Anzeige.

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Die Linie

Erst an die polnische Ostsee nach Łeba, wo die Wanderdüne des Słowiński-Nationalparks liegt. Dann landeinwärts durch die Masuren in den Nordosten Polens, bevor die Route wieder an die Küste zurückkehrt: Kurische Nehrung, Ventspils, Kabli, Tallinn. Der Rückweg läuft nicht denselben Weg zurück, sondern über die Ostsee — die Aufzeichnung zeigt die Überfahrt ab Tallinn und setzt in Schweden wieder an, Värmland, dann runter an die Nordsee nach St. Peter-Ording.

Länder6 Länder in 20 TagenHin an Land, zurück über See10 Stationen
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Das Tempo

266 Kilometer am Tag, der dritthöchste Schnitt der fünf Reisen — keine Hetze, sondern die Form: Diese Reise ist eine Linie, kein Kreis — man fährt sie, weil das, was man sehen will, hintereinander liegt. Drei Tage Tallinn sind der längste Halt; alles andere sind ein bis zwei Nächte, und genau so fühlt es sich auch an.

GerechnetØ 266 km/Tag5.319 km in 20 Tagenlängster Halt: Tallinn, 3 Tage
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Das Wetter, in Zahlen

August, und die Aufzeichnung hält an sieben von zehn Stationen klaren Himmel fest; 17 °C an der kühlsten, 25 an der wärmsten, im Mittel 21. Auffälliger als die Temperatur ist das Licht: In Estland stand die Sonne noch gut fünfzehneinhalb Stunden am Himmel, an der polnischen Ostsee gut eine Stunde weniger. Eine Stunde klingt nach nichts — sie ist der Unterschied zwischen einem Abend und zwei.

Aufgezeichnetklar an 7 von 1017–25 °C, Ø 21 °CTageslicht 14,3–15,5 h
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Der Stellplatz

Die drei baltischen Staaten sind für Fahrzeugreisende entspannter als ihr Ruf. Estland unterhält über die staatliche Forstverwaltung RMK ein dichtes Netz kostenloser Waldplätze — Feuerstelle, überdachter Tisch, Trockentoilette, keine Anmeldung. Kein Strom, keine Dusche; dafür steht man allein im Wald. Lettland und Litauen handhaben das Übernachten in der Natur ähnlich großzügig, mit Einschränkungen in Schutzgebieten: Auf der Kurischen Nehrung, Nationalpark und Welterbe, gilt striktes Camping-Verbot außerhalb der Plätze. Polen hat mit „Zanocuj w lesie“ ausgewiesene Waldgebiete fürs Übernachten geöffnet; in Nationalparks wie dem Słowiński ist es verboten. Und Schweden ist die häufigste Fehlannahme der Reise: Das Jedermannsrecht gilt fürs Zelt, nicht fürs Fahrzeug — ein Wohnmobil ins Gelände zu stellen, verbietet das Terrängkörningslag, auch mit Erlaubnis des Eigentümers. Legal ist der Parkplatz an der Straße, in der Regel bis 24 Stunden.

NachgelesenEE: RMK-Waldplätze, gratisPL: „Zanocuj w lesie“SE: Jedermannsrecht ≠ Fahrzeug

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