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Die Linie
Über Land bis Hirtshals, dann drei Tage Nordatlantik: Die Fähre läuft über die Färöer, mit einem halben Tag Tórshavn dazwischen, und setzt einen im Osten Islands ab. Das ist der Umweg, der die Reise erst zur Reise macht — wer fliegt und mietet, beginnt in Keflavík und sieht den Osten nie. Auf der Insel selbst waren es dann 68 Stationen in elf Wochen, gegen den Uhrzeigersinn und mit Abstechern ins Hochland.
Anreise3 Tage NordatlantikFähre über die Färöer68 von 92 Stationen auf der Insel
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Das Tempo
217 Kilometer am Tag klingt viel für eine Insel dieser Größe — die Zahl täuscht: Ein Drittel der Strecke liegt auf dem Hin- und Rückweg durch Skandinavien. Auf Island selbst standen wir öfter, als wir fuhren. Dreizehn Tage am Mývatn, dazu mehrere Halte von drei bis vier Tagen. Das ist die eigentliche Lehre dieser Reise: Wer im Norden Bilder will, braucht Standzeit, nicht Kilometer.
GerechnetØ 217 km/Tag13 Tage am Mývatn99 Tage gesamt
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Der Untergrund
F-Straßen sind wir gefahren, und dort ist Allrad keine Haltung, sondern Bedingung — die Hochlandpisten sind für Fahrzeuge ohne Allrad gesperrt, und warum, sieht man auf den ersten Kilometern. Nach Landmannalaugar führt der Weg durch eine Furt. Wer da hineinfährt, braucht Schnorchel und Achsentlüftungen: nicht, weil das Wasser tief steht, sondern weil ein Motor, der einmal Wasser gezogen hat, die Reise beendet.
GefordertF-Straßen: AllradFurt nach LandmannalaugarSchnorchel & Achsentlüftungen
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Das Wetter, in Zahlen
An 58 von 90 aufgezeichneten Stationen hat das Logbuch Regen notiert, an sechs klaren Himmel. Kälteste Station 6 °C, wärmste 21 °C, im Mittel 13. Im Juni geht die Sonne im Norden praktisch nicht unter — 24 Stunden Licht heißt: Man kann um zwei Uhr morgens fotografieren und um zehn Uhr vormittags schlafen. Der Rhythmus verschiebt sich von allein, und man sollte ihn lassen.
AufgezeichnetRegen an 58 von 906–21 °C, Ø 13 °Cbis 24 h Licht
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Der Stellplatz
Island ist das Land, in dem Ruf und Rechtslage am weitesten auseinanderliegen. Seit dem Naturschutzgesetz (Nr. 60/2013) gilt: Mit Wohnmobil, Kabine oder Wohnwagen darf man außerhalb organisierter Campingplätze und geschlossener Ortschaften nur mit Erlaubnis des Grundeigentümers übernachten — für Zelte gibt es Ausnahmen, für Fahrzeuge nicht. Praktisch heißt das: Campingplatz. Davon gibt es genug, und sie sind der Grund, warum man auf dieser Insel selten allein steht.
RechtslageNaturschutzgesetz 60/2013Fahrzeuge: Erlaubnis nötigZelte: Ausnahmen
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Was ich anders machen würde
Noch langsamer. 99 Tage klingen nach viel Zeit, und trotzdem ist die Lehre dieselbe wie nach jeder Reise: länger an einem Ort bleiben und dafür die Region ganz aufmachen, statt schon die nächste anzufangen. Nicht mehr Kilometer — mehr Umkreis.
Korrekturlänger bleibenRegion statt Strecke